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04
Feb 2013

Meister Tipp: Hemden waschen – aber richtig!

Ich bin ganz ehrlich zu Euch: Ein Hemd ist für mich mehr als nur ein gewöhnliches Kleidungsstück. Vielmehr ist ein Hemd (und Bluse) ein Ausdruck von Kleidungskultur, Statussymbol und die Grundlage eines gelungenen Outfits. Und um damit möglichst lange seine Freude zu haben, sollte man diese Kleidungsstücke pfleglich und nicht als Wegwerfartikel behandeln. Denn auch wenn unsere Hemden und Blusen besonders pflegeleicht sind, kann man mit einigen Kniffen die neuwertige Optik erhalten und die Lebensdauer wesentlich verlängern. Und genau aus diesem Grund starte ich heute die Hemden Meister Artikelserie zum Thema „Hemdenpflege“ und beginne mit einigen Tipps zum Waschen von Hemden. Damit auch morgen Eure Hemden und Blusen noch wie neu aussehen!



Wichtigste Grundregel: Beachtet immer die Waschhinweise auf dem Etikett des Hemdes!



Vor dem Waschen


Der Profi sortiert vor dem Waschen bereits seine Hemden und wäscht dunkle Hemden separat von hellen Hemden und auch weiße Hemden sollten extra gewaschen werden. Denn wie heißt es so schön? Gleich und Gleich gesellt sich gerne. Damit stellt ihr schon mal sicher, dass die weißen Hemden keinen Grauschleier annehmen. Seidenhemden oder -krawatten solltet ihr ganz aussortieren und nicht in die Waschmaschine geben, sondern ihnen eine Handwäsche gönnen. Denn diese sind besonders empfindlich. Stopft die Waschmaschine auch nicht voll – sieben oder acht Hemden in der Waschmaschine reichen. Damit ist die Waschmaschine etwa zur Hälfte gefüllt. Das beugt dem Verknittern der Hemden vor und auch der Feinwaschgang reinigt noch optimal, was bei mehr Hemden nicht mehr der Fall ist! Wer seine Hemden besonders schonend behandeln will, der steckt diese vor dem Waschvorgang in einen Wäschesack oder in einen weißen Kissenbezug. Alternativ solltet ihr das Hemd auf links drehen.



Kragenstäbchen entfernen – Falls ihr Kragenstäbchen unter dem Hemdkragen habt, solltet ihr diese entfernen. Wenn ihr sie nicht entfernt, dann können diese die Kleidung in der Waschtrommel beschädigen oder sie gehen verloren. Im schlimmsten Fall beschädigen Sie auch noch die Waschmaschine.



Der Hemdkragen wird am Besten hochgeklappt. Denn sonst kann es vorkommen, dass sich in den Knickfalten des Kragens hässliche Schmutzränder bilden. Damit der Kragen seine Form behält und um scheuern zu vermeiden, sollte die Knopfleiste (mindestens aber der oberste Hemdknopf) geschlossen werden.



Bei starken Verschmutzungen des Kragens oder der Manschetten sollten diese per Hand mit Flüssigwaschmittel, Kern- oder Gallseife behandelt werden, bevor ihr sie mit der Maschine wascht.



Natürliche Bleichmittel


Weiße Hemden sind meist ein Sorgenkind – einerseits will man das originale Weiß erhalten, andererseits greifen die meisten Bleichmittel das Material an. Daher sollte man auf chemische Bleichmittel verzichten und statt dessen zu einige Hausmitteln greifen:


Ein Geheimtipp sind Backpulver und Zitronensäure. Einfach einen Viertel Liter Zitronensaft oder zwei Tütchen Backpulver in die Wäsche geben und fertig ist die milde Version eines Bleichmittels.



Auch Essigessenz wirkt manchmal wahre Wunder. Die Wäsche wird etwa zwei Stunden in verdünnte Essigessenz eingelegt und anschließend gewaschen.



Verfärbte Wäsche könnt ihr über Nacht in Milch oder Buttermilch einlegen, ausspülen und anschließend in der Waschmaschine waschen.



Der Waschvorgang


Das Waschmittel - Nur die weißen Hemden solltet ihr mit Vollwaschmittel (bei 60 Grad) waschen, für den Rest reicht Feinwaschmittel („Feinwäsche“, bzw. „Pflegeleicht“ bei 30 Grad), bzw. Buntwaschmittel für die farbigen Hemden.



Die Waschsymbole - Auf dem Etikett des Hemdes findet ihr alle Informationen, ob das Kleidungsstück überhaupt in der Maschine gewaschen werden darf und falls ja in welchem Waschgang und zum anderen mit welcher Maximaltemperatur es gewaschen werden darf.



Symbole Waschmaschine

Nach dem Waschen


Die Hemden möglichst zügig aus der Waschmaschine / dem Wäschekorb entfernen. Wenn die Wäsche längere Zeit feucht bleibt und nicht getrocknet wird, dann wird sie bald muffig riechen. Die Kleidung erst in den Kleiderschrank hängen, wenn Sie vollständig trocken ist – ansonsten tritt der gleiche Effekt auf.



Die Hemden nach dem Waschvorgang auf einem Kleiderbügel aufhängen und die Knopfleiste kräftig nach unten ziehen. Damit ist das Hemd schon etwas vorgeglättet und erleichtert das Bügeln ungemein! Alternativ bietet sich auch ein Wäschetrockner an, in dem ihr das Hemd etwa 20 Minuten trocknen lasst (400-600 Umdrehungen sollten reichen). Ob das Hemd trocknergeeignet ist, verrät euch ein Blick auf das Etikett des Hemdes. Ist das Viereck mit einem Kreis ausgefüllt, darf das Hemd im Wäschetrockner getrocknet werden, die Zahl gibt euch die Temperatur an:



Symbole Wäschetrockner

Vor allem bügelfreie Hemden solltet ihr möglichst zügig aus der Waschmaschine nehmen, gut ausschütteln und auf einem Kleiderbügel trocknen lassen. Falls bei bügelfreien Hemden noch Falten vorhanden sind, glätten sich diese durch die Körperwärme beim Tragen des Hemdes von selbst.



Das wären erst mal meine Tipps und Tricks hinsichtlich des Waschens von Herrenhemden und Damenblusen. Wenn Ihr noch weitere Hausmittelchen und Kniffe kennt, dann enthaltet sie den anderen nicht vor. Ich würde ich mich freuen, wenn Ihr sie hier im Blog postet.



Viele Grüße und bis bald,
Euer Bügel Peter



Unterschrift Bügel Peter



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